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Der Immobilienmarkt im Jahr 2025: Das Ende der Euphorie, der Beginn intelligenter Auswahl


Es gab eine Zeit, da verkaufte sich fast alles. Schnell. Teuer. Ohne viele Fragen. Der Markt wurde von der Überzeugung angetrieben, dass die Preise immer steigen würden, die Nachfrage unbegrenzt und das Risiko minimal sei. Doch 2025 markiert einen klaren Wendepunkt zwischen dem, was einst war, und dem, was jetzt beginnt.

Heute wird der Markt nicht mehr von Euphorie getrieben.

Heute wird es von Analysen bestimmt.

Die Preise bleiben hoch. Kapital ist weiterhin vorhanden. Doch die Verkaufssicherheit ist nicht mehr gewährleistet. Investoren agieren zurückhaltender, präziser und deutlich selektiver. Impulsivität ist Prognosen, langfristiger Vision und sorgfältig kalkulierter Rendite gewichen.

Ein hoher Preis ist kein Wertnachweis mehr – er ist ein Test für Nachhaltigkeit.

Eine der auffälligsten Veränderungen auf dem heutigen Markt ist die wachsende Kluft zwischen den Erwartungen der Verkäufer und den tatsächlichen Entscheidungen der Käufer. Die Angebotspreise werden oft emotional beeinflusst: durch Rekordsaisons im Tourismus, isolierte Luxusprojekte, die nicht dem realen Marktdurchschnitt entsprechen, oder durch die persönliche Bindung des Eigentümers an seine Immobilie.

Gleichzeitig verlangsamt sich die Zahl der abgeschlossenen Transaktionen. Verhandlungen dauern länger, die Bedingungen werden strenger, und immer mehr Verträge scheitern kurz vor der endgültigen Unterzeichnung. Die Botschaft des Marktes ist eindeutig:

Ein hoher Preis ist nicht länger eine Bestätigung des Wertes – er ist ein Test für seine tatsächliche Marktlogik.

Das Kapital hat sich nicht zurückgezogen – es ist klüger geworden.

Der makroökonomische Rahmen hat alles verändert. Höhere Zinsen, Inflation, globale Instabilität und schnelle Marktzyklen haben das Anlegerverhalten grundlegend gewandelt. Kapital strebt nicht mehr nach Geschwindigkeit, sondern nach Sicherheit, Stabilität und Widerstandsfähigkeit.

Ein Meerblick allein genügt nicht mehr.

Heute kommt es vor allem auf langfristige Rendite, Rechtssicherheit, operatives Potenzial und Widerstandsfähigkeit gegenüber zukünftigen Störungen an.

Immobilien sind heutzutage nicht mehr nur Raum.

Es hat sich zu einem Finanzinstrument entwickelt.

Die Illusion des Überflusses: Viel Angebot, wenig wahre Qualität

Obwohl die Zahl der Immobilienangebote so hoch ist wie nie zuvor, sieht die Realität ganz anders aus. Der Mangel an wirklich sofort investitionsbereiten Objekten hat sich zu einer der größten strukturellen Herausforderungen des Marktes entwickelt.

Ungeklärte Eigentümerstrukturen, unvollständige Dokumentation, unklare Zoneneinteilung und Einschränkungen bei der Rekonstruktion – was früher toleriert wurde, ist heute ein eindeutiges Warnsignal für seriöse Investoren.

Andererseits verkaufen sich Immobilien mit einwandfreier Dokumentation, realistischer Preisgestaltung, nachvollziehbarer Marktlogik und professioneller Präsentation nach wie vor schnell und diskret. Und oft auch außerhalb öffentlicher Angebote. Der Markt polarisiert sich zunehmend. Das mittlere Preissegment verschwindet still und leise.

Die Adria ist kein Markt der Emotionen mehr – sie entwickelt sich zu einem Markt der Strategie.

Was einst eine romantische Entscheidung für ein Sommerhaus war, hat sich zu einem präzisen Investitionsmodell entwickelt. Inseln werden nicht länger nur als Zufluchtsorte vor dem Alltag betrachtet – sie etablieren sich als  erstklassige Investitionszonen mit langfristigem Potenzial .

Käufer erwerben nicht mehr nur die „Lage“.

Sie erwerben Mikro-Standort, Konzept, Betriebsstruktur, ganzjährige Nutzbarkeit, Anbindung an Gesundheit, Wohlbefinden und Privatsphäre sowie die Fähigkeit, stabile Einnahmen aus Tourismus oder Gastgewerbe zu generieren.

Die Adria wandelt sich von einem Markt der Emotionen zu einem Markt der Strategie.

Verkäuferpsychologie – Eine der größten Marktbarrieren unserer Zeit

Einer der Hauptgründe für das derzeit geringere Transaktionsvolumen ist nicht der Mangel an Käufern, sondern unrealistische Erwartungen der Verkäufer. Vergleiche mit branchenfremden Luxusprojekten, extreme Tourismusereignisse und der Wunsch, den Höhepunkt zu erwischen, führen oft zu verlängerten Angebotszeiten, verpassten ernsthaften Käufern und letztendlich zu Verkäufen zu niedrigeren Preisen, als durch eine realistische Positionierung von Anfang an hätten erzielt werden können.

Der Markt belohnt ganz klar Realismus.

Und genauso eindeutig wird die Illusion bestraft.

Investoren kaufen keine Mauern mehr – sie kaufen Positionierung.

Heutige Käufer betrachten nicht mehr nur die Quadratmeterzahl. Sie bewerten den Kontext. Sie analysieren Standortökonomie, Demografie, Infrastruktur, Destinationsentwicklung, Rechtsstabilität und langfristige Wertstabilität.

Immobilien sind heutzutage nicht mehr nur ein Vermögenswert.

Es handelt sich um eine Portfoliokomponente, ein operatives Modell, eine Form der Kapitalsicherung und eine strategische Positionierung für die Zukunft.

Die erfolgreichsten Akquisitionen entstehen heutzutage nicht mehr allein durch Börsennotierungen, sondern durch ein tiefes Verständnis dessen, was unter der Oberfläche des Marktes liegt.

Das neue Kapitel des Marktes: Finanzierung, Struktur und Zugang als der eigentliche Schlüssel

Ein weiterer entscheidender Faktor, der das heutige Investitionsumfeld prägt, ist die zunehmende Komplexität der Finanzierung – insbesondere im lokalen Bankensektor. Für Ferien- und Tourismusimmobilien fordern Banken häufig Eigenkapitalanteile von 40 % oder mehr, umfangreiche Dokumentationen, Machbarkeitsstudien und lange Genehmigungszeiten. In vielen Fällen ist zudem die Gründung einer lokalen Gesellschaft erforderlich, was den rechtlichen, steuerlichen und administrativen Aufwand weiter erhöht.

Allein diese Komplexität schreckt Impulskäufer ab. Erfolgreiche Transaktionen hängen heute von Struktur, sorgfältiger Vorbereitung und starker lokaler Verankerung ab. In diesem Umfeld benötigen Investoren mehr als eine attraktive Immobilie – sie brauchen einen verlässlichen Immobilienpartner mit engen Verbindungen zu lokalen Banken, Notaren, Anwälten, Steuerberatern und Behörden. Nur mit einem solchen Netzwerk lassen sich Finanzierung, Genehmigungen, Einhaltung regulatorischer Vorgaben und Transaktionssicherheit in einen reibungslosen und planbaren Investitionsprozess integrieren.

Immer häufiger wird Erfolg durch eine einzige Regel definiert:

Der Zugang – nicht die Gelegenheit – entscheidet darüber, wer tatsächlich investieren kann.

Was kommt als Nächstes? Auswahl. Projekte. Premium-Nischen. Nachhaltigkeit.

Die Ära, in der sich „alles verkauft“, ist endgültig vorbei. Nur noch Objekte mit einer klaren, marktgerechten Grundlage werden sich durchsetzen. Die kommenden Jahre werden geprägt sein von realistischer Bewertung, projektorientiertem Denken, Premiumsegmenten, nachhaltigen Konzepten und Immobilien, die mehr als nur Quadratmeter bieten: Gesundheit, Erlebnisse, Privatsphäre und langfristige Wertbeständigkeit.

Der Markt bricht nicht zusammen. Er reift.

Schnelligkeit wird durch Qualität ersetzt. Emotionen durch Analyse. Quantität durch fundierte Auswahl. In einem solchen Umfeld sind die wertvollsten Güter nicht mehr Angebote, sondern Wissen, Erfahrung, realistische Bewertung und Vertrauen.

Denn heute kaufen wir nicht mehr nur Wände und Aussichten.

Wir kaufen die Sicherheit der Entscheidung selbst.

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